Nach der Verordnung zum Schutz gegen die Verschleppung von Tierseuchen im Viehverkehr wird im § 24 k d die Kennzeichnung von Einhufern durch das Erstellen eines Equidenpasses geregelt. Danach dürfen Einhufer nur dann aus einem Bestand verbracht oder abgegeben werden, wenn sie von einem Dokument zur Identifizierung, nämlich dem Equidenpass, begleitet sind. Das Mitführen des Equidenpasses ist für Pferde fakultativ, die vor dem 1. Januar 1998 und obligatorisch für Pferde, die ab dem 1. Januar 1998 geboren sind.
Nachdem im europäischen Raum Pferde zu den nahrungsliefernden Tierarten zählen, muss in diesen Dokumenten die Bestimmung eingetragen werden, ob sie zur Schlachtung bestimmt sind. In diesem Falle wird bei jeder Behandlung der Einsatz der anzuwendenden Medikamente geregelt, die dann in den Equidenpass eingetragen werden.

Die Voraussetzungen für die Registrierung der Tiere und der Ausstellung der Pässe für Zucht- und Freizeitpferde kann zum Teil von Brennbeauftragten bzw. von Tierärzten, die die entsprechende Befähigung erworben haben, erhoben werden. In unserer Praxis kann der Equidenpass beantragt werden.